



Pionierarbeit führt nur mit dem Team zum Erfolg: Menschen mit Leidenschaft und Expertise begleiten auch das Projekt in der Zschokkestraße. Im Rahmen der Anwohnerinformation vom 10. Juli 2019 haben Bauherr Markus Ballauf, GEHO-West Geschäftsführer Richard Rüdt und Projektleiter Simon Weber unter der Moderation von Marco Eisenack das Leitbild des Wohnquartiers und die Menschen hinter den Teams vorgestellt. Der definierte Prozess soll dem Bauvorhaben die inhaltliche Tiefe und außergewöhnliche Qualität gewährleisten.
Die These, die unseren Planungen zu Grunde liegt: Immer mehr Menschen sehnen sich nach Zusammenhalt und Zugehörigkeit. Gerade in einer Welt der Umbrüche und Risiken gewinnt das Zuhause als sicherer Hafen wieder an Bedeutung. Wir möchten Möglichkeiten bieten, diese Erfahrungen zu machen. In dem wir “einen Ort der Lebensfreude und inspirierender Begegnungen” schaffen möchten, wie Markus Ballauf sagt. In einer Umgebung, die von Abwechslung und Vielfalt geprägt ist. Das macht für Markus Ballauf die „Laimer Mischung“ aus.
Vier Kernwerte
Daraus ergeben sich die vier Kernwerte unseres Projekts:
1. Zusammen:
Gemeinsam nach dem Co- und Sharing-Prinzip leben und arbeiten; sich im Sinne der Zwischenmenschlichkeit analog und digital vernetzten, untereinander und mit der Außenwelt.
2. Zuhause als Heimat:
Eine Umgebung, in der alle Bewohner*innen gemeinsam mit Freund*innen, Familie oder für sich in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten leben und wirken können, und dabei ein Gefühl von Verbundenheit und Zugehörigkeit erleben.
3. Zukunftsfähigkeit:
Eine Architektur, die im Bau und Instandhaltung ressourcenschonend und nachhaltig ist, sowie ein Lebensstil, der von Sharing-Konzepten, Tauschbörsen und einem emissionsfreien Mobilitätsangebot geprägt ist.
4. Der Spirit des Ortes:
Ein neues Konzept, das die Geschichte und den Geist des Ortes sowie des Kunstprojekts „Z Common Ground“ aufrechterhält, u.a. indem dort ausgewählte Werke beteiligter Künstler*innen angebracht werden.
Sechs Arbeitsgruppen
Um in diesem Experimentierfeld, auf dem etwas Neues und völlig Innovatives entstehen soll, ist es wichtig, eine verlässliche Struktur zu haben, da die Prozesse, Vorgehensweisen und Maßnahmen noch nicht eingespielt sind. Daher wurden sechs Bereiche definiert, aus denen sechs Arbeitsgruppen hervorgingen die für die sechs wichtigsten Dimensionen der Planung stehen: Mensch, Mobilität, Bau, Verwaltung, Kommunikation sowie Struktur. Jedem dieser Bereiche wurde eine eigene Arbeitsgruppe zugeordnet, die wiederum von einem/einer Teamleiter*in verantwortet wird. Die jeweiligen Teamleiter*innen haben die Aufgabe, auch im Prozess beständig neue Impulse zu geben, die das Erreichen der definierten Ziele ermöglichen. Zudem sind die Teamleiter*innen dafür da, die Leitplanken der selbst gesetzten Ziele im Blick zu haben, wenn es darum geht, flexibel auf Erfordernisse im Prozess zu reagieren. Und sie werden Sorge dafür tragen, einen inspirierenden und im besten Falle interdisziplinären Kreis aus Expert*innen zum jeweiligen Thema regelmäßig an einen Tisch zu holen. Hier können sie den zurückgelegten Weg reflektieren und Meilensteine für die Zukunft setzen.
Arbeitsgruppe „Mensch“:
Der Mensch steht natürlich im Zentrum unseres Projekts, denn erst durch die Bewohner*innen wird aus dem Objekt ein Zuhause. Deshalb wollen wir Mieter*innen und Käufer*innen zusammenbringen, die unsere Werte teilen und die Potentiale des Konzepts voll und aktiv ausschöpfen. Um diese Menschen zu finden und zu erreichen, entwickeln wir eigens ein innovatives Auswahlverfahren. Die Arbeitsgruppe wird geleitet von Kommunikationsexpertin Alexandra Goldfuss, München. Zu unserem Expert*innenkreis zählen Soziolog*innen, Pädagog*innen, Kommunikationsspezialist*innen, Theolog*innen und Mediator*innen.
Arbeitsgruppe „Kommunikation“:
Wir kommunizieren unser Projekt transparent und proaktiv auf allen Kanälen, online und Print. Denn wir möchten Nachbar*innen, Bürger*innen, Interessent*innen, Presse und Politik von Beginn an in die Entwicklung mit einbeziehen und unsere Werte klar und offen präsentieren. Durch eine eindeutige Positionierung und einen hohen Wiedererkennungswert können sich zudem alle Beteiligten von der Planung bis zum Bau sowie zukünftige Bewohner*innen mit dem Gebäude und seinen Kernwerten identifizieren. Deshalb setzt sich Alexandra Goldfuss in dieser Arbeitsgruppe mit dem zentralen Thema der Kommunikation auseinander.
Arbeitsgruppe „Mobilität“:
Neue Mobilitätskonzepte sind eine der großen Aufgaben für die Städte der Zukunft. Denn wie, womit und wie lange wir unterwegs sind, hat Einfluss auf die Umwelt und die eigene Lebensqualität. Wir wollen allen Bewohner*innen eine gute Anbindung bieten – mit multimodalen Verkehrsangeboten und Sharing-Konzepten. Gleichzeitig wollen wir mit unserem Co-Ansatz dafür sorgen, dass dank Co-Working und Nahversorgung ohnehin alles vor Ort ist, was wir in unserem alltäglichen Leben benötigen. Somit können wir das Mobilitätsbedürfnis zudem verringern. Geleitet wird das Mobilitäts-Team von Projektleiter Simon Weber.
Arbeitsgruppe „Verwaltung“:
Damit die Werte des Projekts nachhaltig wirken, brauchen wir eine innovative und engagierte Verwaltung, die dafür sorgt, dass Infrastruktur und Angebote des Gebäudes nach seiner Fertigstellung lebendig bleiben. Die Weichen dafür stellen wir bereits im Planungs- und Bauprozess, in einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Simon Weber (Verwaltung der GEHO-West). So werden auch die Bedürfnisse und Anforderungen der Bewohner*innen, die die alltägliche Nutzung betreffen, von Beginn an mitgedacht und miteinbezogen.
Arbeitsgruppe „Bau”:
Vielen Menschen ist am Ende natürlich die gebaute Wirklichkeit das Wichtigste. In Bezug auf die neuen Gebäude selbst, geht es darum, eine Immobilie zu erschaffen, die den ästhetischen Ansprüchen der Menschen – trotz der womöglich verschiedenen Geschmäcker – gerecht wird. Ebenso wichtig ist, dass der Bau unter größtmöglichem Schutz der natürlichen Ressourcen durchgeführt wird. Da diese Themen elementar für alle anderen Bereiche sind, wurde diese Arbeitsgruppe zur Chefsache erklärt: Die Arbeitsgruppe “Bau” wird von GEHO-West-Geschäftsführer Richard Rüdt betreut, der das Leitbild im Blick haben muss: Eine attraktive Architektur und nachhaltige Bauweise.
Arbeitsgruppe „Strukturen“:
Für eine zielführende Planung und Umsetzung ist es zentral, dass alle Arbeitsgruppen sich untereinander austauschen, ergänzen und zusammenarbeiten. Denn nur wenn alle Bausteine zusammenhalten, entsteht ein harmonisches Ganzes. Und da jede gute Kooperation auf einer funktionierenden Kommunikation und klaren Strukturen basiert, schaffen wir in einer eigenen Arbeitsgruppe unter der Leitung von GEHO-West-Geschäftsführer Richard Rüdt den Rahmen dafür, die verschiedenen Teams und Akteur*innen miteinander zu vernetzen und dadurch neue Impulse zu setzen.